Yoga
Der eigentliche Zweck des Yoga ist somit, die o.g. Fragen richtig und bedeutungsvoll zu stellen und einen Weg aufzuzeigen, um die letzte Wahrheit über das menschliche Wesen, das Leben und das Universum zu entdecken.
Wie wirkt Yoga?
Der Begriff Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Einheit, Verschmelzung oder in Einklang bringen. Somit ist Yoga eine Modalität zur Herstellung der Resonanz zwischen den erhabenen und wohltuenden Aspekten des Makrokosmos (bzw. des Universums) und den entsprechenden Ebenen innerhalb des Mikrokosmos (bzw. des Wesens) des Praktizierenden.
Yoga bedeutet, einen Einklang mit den wohltuenden Energien auf bewußte Art und Weise einen herzustellen. Yoga beinhaltet eine schrittweise Ausdehnung des Bewußtseins; vom Endlichen bis ins Unendliche. Durch die Yoga-Praxis erweitert sich das Bewußtseinsfeld, und die höhere Wahrnehmungsfähigkeit wird auf höchste verstärkt und entwickelt. Laut der modernen Wissensschaft benutzt der Mensch nur 3,5 % seiner mentalen Kapazität. In ähnlicher Weise behauptet auch die Yoga-Tradition, daß der Mensch seine ihm innewohnenden Kräfte und Fähigkeiten nur in sehr geringem Maße benutzt, da er sich ihrer nicht voll bewußt ist und auch nicht weiß, wie er sie vollständig erwecken und entwickeln kann.
Allen Formen des Yoga liegen zwei fundamentale Ideen zu Grunde:
a) Das Prinzip der Analogie zwischen Mensch und Universum
b) Das Prinzip der Resonanz
1. Der Mensch als Verkörperung des Universums
Die Yoga-Tradition offenbart, daß das menschliche Wesen (mit all seinen physischen und subtil-unsichtbaren Strukturen) eine getreue Miniatur-Kopie des Universums ist. Deshalb spricht man auch vom menschlichen Wesen als Mikrokosmos und dem Universum als Makrokosmos. Diese Idee findet sich in allen authentischen spirituellen Traditionen wieder, so z.B. :
– Kabbala: Gesetz der Entsprechung – “Wie oben so unten und wie unten so oben, um das Wunder des Ganzen zu vervollkommnen”
- Sufismus: “Der Mensch ist ein kleines Universum und das Universum ein großer Mensch”
- Tantrismus: “Was hier ist (im Mikrokosmos) ist überall (im Universum) und was hier nicht ist, ist nirgends”
Aus dieser Idee ergibt sich, daß der Mensch durch eine tiefe Selbsterkenntnis auf allen Ebenen des inneren Universums eine höhere Erkenntnisfähigkeit gegenüber der ihn umgebenden Welt erlangt.
So sagte man z.B. im antiken Griechenland: “Erkenne Dich selbst, und Du wirst das Universum erkennen”
Entsprechend der yogischen Anschauung setzt sich das Universum aus sieben verschiedenen Schwingungsebenen zusammen, welche gemeinsam die Gesamtheit aller im Makrokosmos existierenden Energien darstellen, von den groben (stoffliche Materie) bis zu den subtilen (z.B. Gedanken). Diese verschiedenen Ebenen unterscheiden sich durch ihre Schwingungsfrequenz, die in den höheren Ebenen schneller ist und niedriger in den unteren.
Als anschauliches Beispiel könnte man ein Radiogerät benutzen, welches die Möglichkeit hat, sich aus einer Vielzahl von Frequenzen auf einige bestimmte einzustellen.
2.Das Prinzip der Resonanz
Die Resonanz ist das grundlegende Geheimnis hinter jeglicher Yoga-Praxis. Bei genauer Betrachtung zeigt sich, daß jegliche Yoga-Technik eine geschickte Methode darstellt, um den Mikrokosmos des Praktizierenden mit einer oder mehreren Schwingungsebenen des Makrokosmos in Resonanz zu setzen. Das Beispiel mit dem Radiogerät läßt sich hier perfekt anwenden. Das Universum ist demnach einer zentralen Sendestation vergleichbar, während sich das menschliche Wesen wie ein kleines Sende- und Empfangsgerät verhält. Aufgrund dessen kann das menschliche Wesen durch den korrespondierenden Punkt in seiner Struktur jegliche Energieform die sich im Universum äußert empfangen, so wie man auch ein Radio auf verschiedene Frequenzen einstellen kann. Obwohl jeder Mensch all diese Korrespondenzpunkte in sich trägt, sind die meisten sich ihrer nicht bewußt. Normalerweise ist der Großteil dieser Punkte latent bzw. nicht erweckt.
Um bei unserem Beispiel mit dem Radio-Gerät zu bleiben, können wir sagen, daß der menschliche Verstand soz. die Schwingungsfrequenz “einstellt”. Genauer gesagt ist es seine bewusst angewandte Konzentrationskraft, welche es ihm erlaubt, gezielt mit bestimmten makrokosmischen Energien in Verbindung zu treten. Durch Konzentration und bestimmte Yoga-Techniken setzt sich der Mensch bewußt in Resonanz und erweckt schrittweise die schlafenden Resonanzpunkte in seinem Wesen, auf allen Ebenen. Darum ist z.B. jegliche Übung aus dem Hatha-Yoga (körperliches Yoga), welche ohne die notwendige geistige Fokussiertheit ausgeübt wird, reine Gymnastik.
Die Konzentration beinhaltet den Fokus auf einen bestimmten Bereich. Man muß sehr wohl wissen wohin man seine Aufmerksamkeit lenken möchte, um sich mit einer bestimmten Energie (z.B. Liebe) in Verbindung setzen zu können. Dies ist eines der bestgehütesten und am wenigst bekannten Geheimnisse im Yoga. Somit ist in jeder Yoga-Übung die adequate Konzentration und das innere Streben essentiell.
Jeder Gedanke wird demnach zu einer manifesten Kraft und wir sind somit verantwortlich für alle Gedanken, die wir aussenden. Wenn wir beispielsweise negative Gedanken aussenden, so erhalten wir, durch Resonanz mit negativen Energien, negative Gedanken in verstärkter Form zurück. Darum sollte ein jeder die Yoga-Praxis mit einer positiven und wohlwollenden Haltung angehen und jeglichen bösartigen, nutzlosen oder quälenden Gedanken aus seinem Verstand beseitigen.
Durch Resonanz hat das menschliche Wesen freien Zugang zu den unendlichen Energien des Makrokosmos. Dadurch erklären sich die wundersam erscheinenden Errungenschaften, durch welche die großen Yogis so berühmt geworden sind.
Ein weitere Notwendigkeit um sich gezielt mit bestimmten wohltuenden Energien des Makrokosmos in Resonanz zu setzen, ist die Reinheit des Praktizierenden. Die körperliche, emotionale und mentale Reinheit ermöglicht das freie Fließen der Energien und deren Kontrolle im eigenen Wesen.
Die korrespondierenden Punkte, welche den verschiedenen Schwingungsebenen des Universums entsprechen, nennt man Kraftzentren, Plexi, oder Chakren (sanskrit).
Für gewöhnlich hat jedes menschliche Wesen eine leichte, angeborene Aktivierung eines oder mehrerer Chakren. Diese werden als “dominante” Chakren bezeichnet. Ein Individuum manifestiert in seinem Verhalten und seiner Denkweise die Charakteristika seiner spezifischen Dominanz.
Durch ihre Entsprechung mit den sieben fundamentalen Ebenen des Universums, repräsentieren die Chakren das abgestufte Spektrum von Energien zwischen grober Materie und dem subtil-geistigen. Diese Ebenen handeln und interagieren durch Resonanz. Durch angemessene Aktivierung und Energetisierung erzeugt jedes dieser sieben Systeme ein spezifisches Energiefeld (Kraftsphäre), dessen Intensität direktproportional mit dem Grad der Energetisierung ist.
Alle diese sieben Kraftzentren zu erwecken, zu entwickeln und harmonisch zu energetisieren, um dadurch den vollständigen Einklang des menschlichen Wesens mit dem Makrokosmos zu erreichen ist eines der Hauptziele im Yoga.
